Für viele ist der Sommer die schönste Jahreszeit; Sonne, warmes Wetter und lange Tage. Aber auch Insekten und die damit verbundenen, schmerzhaften Insektenstiche sind Teil des Sommers. In den meisten Fällen sind Insektenstiche nur unangenehm und nicht lebensgefährlich. Bei Allergikern ist trotzdem Vorsicht geboten!
Insektenstiche: Wie schützt man sich davor?
Mit diversen Tipps und Tricks kann man Insektenstiche vorbeugen und eventuell sogar vermeiden;
- Tragen von heller Kleidung. Je nach dem sogar Kleidung mit langen Ärmeln.
- Anbringen von Moskitonetzen an Fenstern und Türen.
- Vermeiden von stark riechenden Parfüms, Deos und Kosmetika. Diese können die Insekten anlocken.
- Auftragen von spezifischen Abwehrmitteln, sogenannten Repellents. Diese enthalten chemische Stoffe oder ätherische Öle. Man trägt sie auf die Haut oder die Kleidung auf.
Was passiert, wenn es zu einem Insektenstich gekommen ist
Ist es nun trotz der Prävention zu einem Insektenstich gekommen, geschieht im Körper eine Reaktion. Der Grund für diese Reaktion sind die entzündungsauslösenden Proteine im Speichel der Mücken oder im Gift der Wespen und Bienen. Diese Proteine wirken auf die Blutgefässe und das umliegende Gewebe. Dies löst schlussendlich eine Entzündung aus.
Bienen lassen den Stachel immer in der Einstichstelle. Wurde man nun von einer Biene gestochen, ist es wichtig, dass man den Stachel aus der Einstichstelle entfernt. Den Stachel sollte man nicht mit den blossen Fingern entfernen. Dabei besteht die Möglichkeit, dass man das Gift aus der Giftblase noch tiefer in die Wunde drückt. Wir empfehlen den Stachel einfach weg zu schnippen oder mit einer Pinzette heraus zu ziehen.
Insektenstiche: Intensität der Reaktion ist häufig unterschiedlich stark
- Lokale Reaktion mit Rötung, Anschwellen der Einstichstelle und Wärmeentwicklung. Lässt innerhalb von 24h wieder nach.
- Grössere örtliche Reaktion, Anschwellen der umliegenden Gelenke, Übelkeit und Schwindel möglich. Symptome klingen normalerweise nach wenigen Tagen wieder ab.
- Insektengiftallergie kann zu einem lebensbedrohlichen, anaphylaktischen Schock mit Atemnot führen. Erkannt wird dies an der schnell eintretenden Reaktion rund um die Einstichstelle. Schwillt zusätzlich noch Gesicht und Hals an, muss die Person dringend in ärztliche Behandlung.
Wichtig ist für Allergiker, dass sie stets ein Notfallset mit sich tragen. Dieses besteht aus zwei Tabletten eines Antiallergikums und zwei Kortisontabletten. Bei starker Allergie muss man auch immer einen Adrenalinpen bei sich haben. Bei Verdacht auf eine Insektengiftallergie sollte man einen Arzt aufsuchen oder einen Notarzt kontaktieren. Auch bei Insektenstichen im Mund- und Rachenraum sollte man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Wie können die Symptome nach einem Insektenstich gelindert werden?
Mit Kälte können der Juckreiz und die Entzündung gelindert werden. Wichtig dabei ist, dass die Coolpacks nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen. Kühlende Gels oder Umschläge mit beispielsweise essigsaurer Tonerde sind eine gute Alternative zu den Coolpacks.
Wärme kann die Proteine des Insektengifts zerstören, was die Reaktion auch verringern kann. Dabei muss die Einstichstelle möglichst bald erwärmt werden, damit es noch eine Wirkung hat. Dies kann beispielsweise mit einem speziellen Stift gemacht werden, welcher die Einstichstelle punktgenau erwärmt.
Ist der Juckreiz sehr stark, können sogenannte Antiallergika zusätzlich eingenommen werden. Dabei schwillt die Einstichstelle ab und der Juckreiz wird weniger oder verschwindet sogar.
Weitere Möglichkeiten sind Lokalanästhetika, welche den Schmerz und Juckreiz betäuben. Kortison, welches eine juckreiz- und schmerzstillende Wirkung hat, wird bei stärkeren Reaktionen angewendet.
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