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Haut und Sonne

Die Sonne spendet uns Licht, Wärme und Wohlbefinden. Nebst diesen positiven Seiten kann sie, ohne die richtige Sonnencreme, aber auch Schaden anrichten. Denken wir dabei an unsere Haut. Sie ist unser grösstes Organ. Unsere Haut dient als Kontakt- und Sinnesorgan und schützt den Körper vor Umwelteinflüssen wie Kälte, Hitze, UV-Strahlen, Chemikalien oder Keimen. Sie reguliert die Körpertemperatur und einen Teil des Wasserhaushaltes.

Was geschieht mit der Haut unter dem Einfluss der Sonne?

Die UV-Strahlen führen einerseits zu einer Verdickung der Oberhaut, andererseits bilden die Pigmentzellen der Haut den Farbstoff Melanin und bewirken damit eine Bräunung. Dadurch versucht sich die Haut vor den UV-Strahlen zu schützen.

Durch übermässige UVB-Bestrahlung kann ein Sonnenbrand ausgelöst werden. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Haut. Die Haut vergisst keinen Sonnenstrahl. Bei jedem Sonnenbrand wird auch die DNA, die Erbsubstanz, die sich in unseren Zellen befindet, geschädigt. Der Körper kann DNA-Schäden bis zu einem gewissen Mass reparieren. Doch einzelne Zellen können geschädigt zurückbleiben und sich zu Krebszellen entwickeln.

Wie können wir uns vor den negativen Auswirkungen der Sonne schützen?

Der beste Schutz ist Schatten und Kleidung. Wenn dies nicht möglich ist, sei es bei der Arbeit im Freien, im Schwimmbad oder am Strand, müssen wir uns mit Sonnencremen schützen. Wichtig ist, dass man bei der Wahl einer Sonnencreme einen dem Hauttyp entsprechenden Sonnenschutzfaktor wählt. Aufgrund der Haar-, Haut- und Augenfarbe, je nachdem wie schnell man bräunt oder einen Sonnenbrand kriegt, unterscheidet man 6 verschiedene Hauttypen.

Die richtige Sonnencreme und die korrekte Anwendung

Die Formel zur Berechnung des Sonnenschutzes

Je nach Hauttyp variiert auch die Eigenschutzzeit (ESZ). Das ist die Dauer, die man ohne Schutz, welche eine Sonnencreme bietet, in der Sonne verbringen kann, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen. Diese Zeit kann nun mit einer geeigneten Sonnencreme gemäss folgender Formel zur Berechnung des Sonnenschutzes verlängert werden:

ESZ x SPF – 30% = Sonnenzeit ohne Sonnenbrand

Ein Hauttyp 1, mit rotblondem Haar, blauen Augen und hellem Teint, sollte zum Beispiel eine Sonnencreme Faktor 50+ verwenden. Mit einem Eigenschutz von 10 Minuten (=ESZ) und einem Sonnenschugtzfaktor von 50 (=SPF) ist die Person laut Berechnung damit während ca. 6 Stunden geschützt. 

Die richtige Menge Sonnencreme

Damit dieser Schutz auch gewährleistet ist, gilt es folgendes zu beachten:

Sonnencremen müssen in genügender Menge (siehe Tabelle) und 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der  Sonne aufgetragen werden. Da die Schutzwirkung durch Schwitzen, Reibung oder Wasserkontakt reduziert wird, ist ein wiederholtes Auftragen der Sonnencreme erforderlich, um den Schutz aufrechtzuerhalten. 

Der SPF (Sun Protecting Factor = Sonnenschutzfaktor) bezieht sich auf den Schutz vor der UVB Strahlung. Eine gute Sonnencreme sollte auch vor der UVA Strahlung, welche für die Hautalterung verantwortlich ist und auch zur Entstehung von Hautkrebs beiträgt, schützen. Produkte mit dem UVA Label  (s.Bild) bieten einen zuverlässigen Schutz.

Bestimmte Medikamente erhöhen die Sonnenempfindlichkeit. Darüber und über einen geeigneten Sonnenschutz informieren wir Sie gerne bei uns in der Apotheke Dr. Guntern in Brig und in der City Apotheke in Glis.